Auf nach Bethlehem! Auf zum Kripperl! In der ersten Folge unserer Kripperl-G'schicht'n für über 3-Jährige geht es um den Engel. Wir gestalten eine Laterne.
Wir haben für Sie zwei Versionen der Laterne:
Schaffen Sie für die Entstehung der Adventslaterne einen besonderen Rahmen. Machen Sie ein Ritual daraus, indem Sie wöchentlich Zeit für diese Aktion einplanen.
Advent, Zeit der Stille:
Die Kinder versammeln sich im Kreis oder um den Tisch. Der Erwachsene schlägt die Klangschale an. Die Gruppe ist leise, bis der letzte Ton verklungen ist.
oder
Einstieg durch einen gemeinsamen Spruch:
Wir reichen uns die Hände, wir werden still und leis.
So rund wie unser Adventskranz, so rund ist unser Kreis (Nach Franz Kett)
Der Spruch kann mehrmals wiederholt werden, dabei wird mit den Kindern nach weiteren runden Gegenständen gesucht und eingesetzt (zum Beispiel die Erde, Sonne, Christbaumkugel).
oder
Gemeinsames Adventslied:
Wählen Sie ein der Gruppe bekanntes Adventslied aus. Singen Sie gemeinsam, zum Beispiel „Das Licht einer Kerze“ oder „Seht die gute Zeit ist nah“.
Eröffnung durch das Kreuzzeichen:
Guter Gott,
Ich denke an dich. Kreuz auf die Stirn
Ich spreche von dir. Kreuz auf den Mund
Ich hab dich lieb. Kreuz auf dem Herz
Wir hören gemeinsam die Geschichte an.
Ich sitze auf einem Turm und schaue den Menschen auf der Straße zu. Hoffentlich schaut gerade jetzt niemand herauf. Das heißt, es wäre egal, ob ein Erwachsener schaut, denn die sehen Engel nicht, aber ein Kind könnte mich doch entdecken. Ich sitze und schaue und sehe die Menschen, wie sie eilig von Geschäft zu Geschäft laufen.
Gabriel fliegt herbei und spricht: „Ich habe Maria schon gesagt, dass sie ein Kind erwartet. Und stell dir vor, sie war bereit, das Gotteskind, das Christkind, auf die Welt zu bringen.“
„Hey Gabriel, das ist gut!“, und ich versuche es auch gleich hinterher zu singen, aber es misslingt, nur ein jämmerliches Gekrächze kommt aus meinem Mund. “Oje, ich bin wohl zu lange hier im Wind gesessen“, denke ich und fliege eilig dem Engel Gabriel hinterher. „Weißt du denn, wo Maria jetzt ist?“ „Ja“ spricht Gabriel, „sie ist auf dem Weg nach Bethlehem. Sie begleitet Josef, der sich in seiner Vaterstadt melden muss.“ „Ja, aber das Kind kommt doch schon bald auf die Welt“. „Josef hat einen Esel, der das Gepäck trägt und manchmal auch die junge Frau Maria, wenn sie nicht mehr laufen kann.“
Da fügt Gabriel hinzu: „Aber hör mal: Du musst doch an Weihnachten, wenn das Kind zur Welt kommt, allen Menschen zurufen, also zusingen, dass Gott auf die Welt gekommen ist. Da musst du sehen, dass du gut bei Stimme bist, sonst merkt ja am Ende keiner, dass Jesus geboren ist.“ „Ja, ja“, bemühe ich mich eilig zu erwidern, „ich wärme mich auf und ich verspreche dir: Am Heiligen Abend verkünde ich mit ganz vielen anderen Engeln allen Hirten und allen Menschen die größte Freude. Ehre sei Gott im Himmel und Frieden den Menschen auf der Erde.“
„Dann wünsche ich dir alles Gute“, ruft Gabriel noch, und schon ist er weg. Wer weiß, wen er heute noch besucht? Ich setze mich neben einen warmen Kamin. Dann übe ich vorsichtig noch so lange singen, bis das Jesuskind auf die Welt kommt: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude. Heute ist euch der Retter geboren: Es ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“
Planen Sie nach der Geschichte Zeit für Impulse ein, die den Kindern helfen, die Inhalte ganzheitlich zu begreifen.
Gesprächsimpulse zum Engel:
Woran würdest Du einen Engel erkennen?
Wie würdest Du einen „großen“ Engel, wie zum Beispiel den Engel Gabriel, malen?
Überlege, was für Dich der Satz bedeutet: "Ich verkünde Dir große Freude“.
Was hoffst Du, dass der Engel Dir zuruft?
Gestaltung:
Jedes Kind gestaltet durch einen Fingerabdruck die Erzählfigur aus der Geschichte auf das Laternenpapier. Der Fingerabdruck kann individuell durch Zeichnungen ergänzt werden. Alternativ kann auch eine Laterne für die Gruppe entstehen. Im Laufe der vier Wochen werden alle Kinder miteinbezogen, so dass am Ende die Laterne die Fingerabdrücke aller Kinder zeigt.
Mit den Ohren lausche ich
Mit den Fingern gestalte ich
Bist mein Adventslicht
und tust mir gut
Gibst mir Freude und auch Mut
Ich spüre deiner Kerze hellen Schein
Bis tief in mein Herz hinein
Hände an das Ohr legen
Finger in der Luft tanzen lassen
Hände zur Flamme falten
Beide Daumen hoch
Lachen und Hände in die Hüfte stemmen
Handflächen ausbreiten und im Halbkreis von oben nach unten führen
Beide Hände auf das Herz legen
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Ansprechpartnerin: Stefanie Penker
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