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Wenn das Leben zerbrechlich wird: Wir sind für Senioren da
Manche nehmen bis ins hohe Alter lange aktiv am Leben teil, andere erleben früh, wie die Kräfte schwinden. In dieser Phase begleiten unsere...
Für Menschen, die an Demenz erkranken, verändert sich das Leben oft grundlegend – ebenso für ihre Familien. Hier finden Sie Angebote und hilfreiche Tipps für den Alltag in dieser herausfordernden Lebenssituation.
Unsere Fachstelle Demenz/Seniorenpastoral unter der Leitung von Pastoralreferentin Dr. Maria Kotulek widmet sich vor allem Multiplikatorenschulungen sowie der Entwicklung von Formaten zur Begleitung und Unterstützung der Zielgruppen – Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen.
Hier finden Sie eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Angeboten, die Sie in dieser besonderen Lebenssituation begleiten und entlasten können. Sie sollen dabei helfen, Orientierung zu gewinnen, praktische Hilfen zu entdecken und mehr Sicherheit im Umgang mit Demenz zu finden.
Hauptzielgruppen
Für Angehörige von Menschen, die an Demenz leiden, ändert sich das Leben meist völlig. In der neuen App „DemenzGuide“ finden An- und Zugehörige, Freunde und Interessierte Tipps für den Umgang mit Menschen in der Demenz, hilfreiche Ideen für daheim oder die Pflegeeinrichtung – auch bei fortgeschrittener demenzieller Veränderung. Sie bietet zudem einen gut verständlichen Überblick über das Thema Demenz.
Die Entwicklung der App war ein ökumenisches Projekt der evangelischen Altenheimseelsorge im Dekanatsbezirk München und der Abteilung Seniorenpastoral (unter Mitarbeit der Fachgruppe Demenz).
Die App (Version 1.0) wurde im Rahmen des Webinars Science Watch LIVE – digiDEM Bayern vorgestellt. Zum Beitrag
Falls Sie im Pfarrbrief oder an anderer Stelle einen Artikel über die App veröffentlichen möchten, können Sie über die Fachstelle Demenz eine entsprechende Vorlage erhalten.
Die App kann über die gängigen Stores von Android (Google Play Store) und Apple (App Store) kostenfrei heruntergeladen werden.
Die Fachstelle bietet Handreichungen zum Thema Demenz an. Sie können in der gewünschten Stückzahl kostenlos bestellt werden: Bestellung per E-Mail.
Menschen mit Demenz gehören zu uns, darum sollten wir auch etwas über sie wissen.
„Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“
Paulus, Erster Brief an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 3, Vers 16
Das Pauluswort gilt für alle Menschen, auch für diejenigen, die mit einer Demenz leben. Gott wohnt in allen Menschen und keine Krankheit oder Veränderung kann dieses In-uns-Sein Gottes zerstören oder in Frage stellen.
Auf was muss ich bei der Liedauswahl achten? Warum soll ich manche biblischen Texte eher nicht verwenden? Die Broschüre „Gottesdienste mit demenziell veränderten Menschen qualitätvoll gestalten“ bietet hilfreiche und grundlegende Informationen zu liturgischen Feiern mit der Zielgruppe und Hinweise zur konkreten Gestaltung im stationären und pfarrlichen Kontext. Erarbeitet wurde sie von der Fachgruppe Demenz, in der Seelsorgende der Abteilungen Senioren- und Krankenpastoral mitarbeiten.
Download Broschüre
Vergiss-mein-nicht-Gottesdienste sind speziell auf die Zielgruppen (Menschen mit Demenz, An- und Zugehörige, Pflegende und andere) abgestimmte Gottesdienste. Sie dauern in der Regel etwa 30 Minuten, berücksichtigen die Ressourcen der Mitfeiernden und wollen diesen Kraft für ihren Alltag spenden. Die Fachstelle berät und unterstützt bei der Vorbereitung und Durchführung. Mitarbeitende des Erzbistums können bei uns eine Vorlage für eine Werbekarte und ein Plakat bestellen.
Der Lernraum auf der Lernplattform der Erzdiözese München und Freising vermittelt in vier Modulen Grundwissen zum Demenz-Syndrom, zur Kommunikation und zur seelsorglichen Begleitung im Themenfeld Demenz.
Ein Kursangebot mit fünf Treffen
IKS, das steht für
Die Fachstelle bietet Seelsorgenden Unterstützung bei der Durchführung des IKS-Kurses an. Er besteht aus fünf Treffen zu diesen Themen:
Kursmaterial: Maria Kotulek: Seelsorge für Angehörige von Menschen mit Demenz. Mit Kopiervorlagen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht (2017).
Wenn Sie Seelsorgender sind und den Kurs durchführen möchten, melden Sie sich gerne bei Frau Dr. Kotulek.
Menschen mit Demenz zuhause zu pflegen, ist eine anstrengende, aber auch bereichernde Aufgabe. Auf diese Zerrissenheit macht eine Ausstellung aufmerksam. Sie besteht aus einer Stele mit Zitaten und ausdrucksstarken Fotos von Händen Angehöriger und Demenzbetroffener.
Ein gesellschaftliches Bewusstsein für Menschen mit Demenz, umfassende Beratungsangebote für Betroffene und deren Angehörige, eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, aber auch eine demenzsensible medizinische und pflegerische Versorgung sind nur einige wichtige Eckpfeiler, die ein gutes Leben mit Demenz möglich machen.
Die Bundesregierung hat hierfür gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Politik, Gesellschaft und Forschung eine Strategie entwickelt: die Nationale Demenzstrategie.
Bei der Erarbeitung war auch die Fachreferentin für Demenz, Dr. Maria Kotulek beteiligt. Lesen Sie hier ein Interview dazu (Februar 2022).
Zur Halbzeit der Demenzstrategie, erschien eine Broschüre mit den Netzwerkpartnerinnen und -partnern.
Bayerischer Demenzpakt
Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat 2020 den Bayerischen Demenzpakt ins Leben gerufen. Darin verpflichten sich die Unterzeichnenden aktiv an der Umsetzung der Bayerischen Demenzstrategie und an einer demenzfreundlichen Gesellschaft mitzuwirken. Ziel des Bayerischen Demenzpakt ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz sowie ihrer Familien und Freunde weiter zu verbessern und tragfähige Strukturen für die Gesellschaft zu schaffen. Die Fachstelle Demenz arbeitet an diesem Prozess mit: weitere Informationen.
Ein Angebot zur Unterstützung bei der Fürsorge und Selbstsorge
Wir möchten Sie auf die kostenfreie Schulung der Professur für Spiritual Care und psychosomatische Gesundheit (Klinikum rechts der Isar der TU München) für pflegende Angehörige in Bayern hinweisen. Ziel ist es, Spiritualität als Ressource im Pflegealltag erfahrbar zu machen und neue Wege der Entlastung aufzuzeigen. Die Schulung ist in eine wissenschaftliche Studie eingebettet, die den Nutzen spiritueller Begleitung in der häuslichen Pflege untersucht.
Weitere Informationen zur Schulung erhalten Sie auf der Website von Spiritual Care.
Mitsorgend bei den Menschen sein. AltenPflegePastoral als Antwort auf die Herausforderungen eine älterwerdenden Gesellschaft.
In der Veröffentlichung finden sich zahlreiche Hinweise zur Gestaltung von Gottesdiensten mit der Zielgruppe in Gemeinden und stationären Einrichtungen.
Download Broschüre
Ein gemeinsamer Text der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland.
SpirZuG-Bogen
Fragebogen zur spirituellen "Anamnese" bei Senioren und in Senioreneinrichtungen
Jeder Mensch ist ein spirituelles Wesen. Er fragt nach dem Woher und Wohin und gibt seinem Leben eine Deutung. Wenn Menschen alt werden, bekommen diese Fragen aufgrund des nahenden Lebensendes (auch verbunden mit existenziellen Krisen aufgrund von Krankheit oder dem Tod von Angehörigen) in der Regel eine besondere Qualität. Darum ist es wichtig, diese Bedürfnisse wahr- und aufzunehmen.
Als Hilfestellung dazu wurde ein Fragebogen zu folgenden Themenbereichen entworfen:
Spiritualität und Glaubensüberzeugungen
Zugehörigkeit zu einer spirituellen, religiösen, kirchlichen Gruppe/Gemeinschaft
(Glaubens-)Geschichte und Leben.
Kurz: SpirZuG-Bogen
Fordern Sie den Fragebogen gerne per E-Mail bei uns an.
Kotulek M (2025) Care-Ethik in der Palliativen Geriatrie. In: Spiritual Care. Zeitschrift für Spiritualität in den Gesundheitsberufen 14(4):336-342.
Kotulek M (2024) „Die Oma ist halt auf dem Hof.“ Menschen im Themenfeld Demenz seelsorglich begleiten. In: Lebendige Seelsorge 75(4):258-261.
Kotulek M (2023) Kraft schöpfen für den Alltag. Spirituelle Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. In: Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie 9(1):20-22.
Birkholz C, Kotulek M (2023) Ein Mehr im Leben spüren. Carmen Birkholz und Maria Kotulek im Gespräch zu Spiritualität. In: Fachzeitschrift für Palliative Geriatrie 9(1):9-11.
Kotulek M (2022) Im Vergessen erinnern. Mit demenziell veränderten Menschen Gottesdienst feiern. In: Gottesdienst 56(16):186-187.
Kotulek M (2020) Demenz. In: Frick E, Hilpert K (Hrsg.) Spiritual Care von A bis Z. Berlin: DeGruyter. S. 61-64.
Mayr B, Kotulek M (2019) Bleibendes unterstützen – spirituelle Begleitung von Menschen mit Demenz. In: Walach H, Loef M (Hrsg.) Demenz – Prävention und Therapie. Ein Handbuch der komplementärmedizinischen und nichtmedikamentösen Verfahren. Essen: KVC-Verlag. S. 449-464.
Kotulek M (2018) Sterbende Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen spirituell begleiten. In: Spiritual Care. Zeitschrift für Spiritualität in den Gesundheitsberufen 7(2):141-150.
Kotulek M (2018) Menschen mit Demenz spirituell begleiten. Impulse für die Praxis. Ostfildern: Schwabenverlag.
Kotulek M (2017) Seelsorge für Angehörige von Menschen mit Demenz. Mit Kopiervorlagen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Maier W, et al. (2020) Alzheimer und Demenzen verstehen. Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung. Stuttgart: Trias.
Tschainer-Zangl S (2019) Demenz ohne Stress. Demenzerisch® lernen für einen leichteren Umgang mit Demenzerkrankten. Weinheim, Basel: Beltz- Juventa.
Leitung: Adelheid Widmann
Schrammerstraße 3
80333 München