Toleranz und Offenheit, ohne die eigene kulturelle oder religiöse Identität zu verlieren: Vor dieser Herausforderungen stehen heute unsere Schulen wie die ganze Gesellschaft. Wir bieten zu diesem Thema eine eigene Broschüre an, die Schule als große Chance für uns alle betrachtet.
"Alle Menschen, gleich welcher Herkunft, welchen Standes und Alters, haben kraft ihrer Personenwürde das unveräußerliche Recht auf eine Erziehung, die ihrem Lebensziel, ihrer
Veranlagung, dem Unterschied der Geschlechter Rechnung trägt, der heimischen kulturellen Überlieferung angepasst und zugleich der brüderlichen Partnerschaft mit anderen Völkern geöffnet ist, um der wahren Einheit und dem Frieden auf Erden zu dienen.“
Das Zitat aus dem Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils unterstreicht die fundamentale Bedeutung von Erziehung und Bildung, die nicht nur die Entwicklung eines jeden Einzelnen, sondern auch das friedliche Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft fördert. In einer Zeit, in der unsere Gesellschaft zunehmend religiös und kulturell vielfältiger wird, bleibt die Schule ein zentrales Forum, um den respektvollen Austausch zwischen verschiedenen Überzeugungen und Kulturen zu fördern.
Die Herausforderung, vor der wir heute stehen, ist, diesen Unterschiedlichkeiten gerecht zu werden, ohne die eigene kulturelle oder religiöse Identität zu verlieren. Vielmehr geht es darum, eine Balance zwischen dem Bewahren der eigenen Traditionen und der Offenheit gegenüber anderen zu finden. Die Schule bietet einen einzigartigen Raum, in dem diese Werte konkret und praktisch erlernt werden können – sowohl durch das Vermitteln von Wissen als auch durch das Vorleben von Toleranz, Respekt und Achtung gegenüber anderen.
Lade Bild...Dr. Sandra Krump, Ressortdirektorin „Bildung“„Unsere Schulen sind eine Welt im Kleinen. Was hier gelingt, kann auch in der Gesellschaft gelingen.“
Es wird betont, dass Religion nicht als Problem verstanden werden sollte, sondern als ein potenzieller Beitrag zu einer reichen und respektvollen Vielfalt. In Deutschland hat sich das System der Kooperation zwischen Staat und Kirche als stabilisierend erwiesen, da es den verschiedenen religiösen Gemeinschaften ermöglicht, ihre Identität zu wahren und gleichzeitig in den gesellschaftlichen Dialog einzutreten. Dieses System kann auch in einer zunehmend diversen Gesellschaft als Modell dienen, da es nicht nur das Grundrecht auf Religionsfreiheit gewährleistet, sondern auch die Werte des respektvollen Miteinanders und der Verständigung fördert.
Die Schulen spielen hier eine Schlüsselrolle. Sie sind ein Mikrokosmos der Gesellschaft und bieten die Möglichkeit, durch die tägliche Praxis den Umgang mit Diversität zu erlernen. Wenn es in der Schule gelingt, eine Atmosphäre des Respekts und des Friedens zu schaffen, dann kann sich diese Haltung auch in der Gesellschaft widerspiegeln. In einer Zeit, in der globale Herausforderungen wie Migration und religiöse Konflikte die Welt prägen, ist es entscheidend, dass wir in den Schulen eine Kultur des friedlichen Zusammenlebens und des Dialogs fördern.
Leitung: Christofer Stock
Kapellenstraße 4
80333 München
Leitung: Ulrike Murr, StDin i. K.
Kapellenstraße 4
80333 München
Leitung: Dr. Andreas Renz
Kapellenstraße 4
80333 München