Auf nach Bethlehem! Auf zum Kripperl! In der zweiten Folge unserer Kripperl-G'schicht'n für unter 3-Jährige geht es das Schaf. Wir gestalten eine Laterne.
Wir haben für Sie zwei Versionen der Laterne:
Schaffen Sie für die Entstehung der Adventslaterne einen besonderen Rahmen. Machen Sie ein Ritual daraus, indem Sie wöchentlich Zeit für diese Aktion einplanen.
Advent, Zeit der Stille:
Die Kinder versammeln sich im Kreis oder um den Tisch. Der Erwachsene schlägt die Klangschale an. Die Gruppe ist leise, bis der letzte Ton verklungen ist.
oder
Einstieg durch einen gemeinsamen Spruch:
Wir reichen uns die Hände, wir werden still und leis.
So rund wie unser Adventskranz, so rund ist unser Kreis (Nach Franz Kett)
Der Spruch kann mehrmals wiederholt werden, dabei wird mit den Kindern nach weiteren runden Gegenständen gesucht und eingesetzt (zum Beispiel die Erde, Sonne, Christbaumkugel).
oder
Gemeinsames Adventslied:
Wählen Sie ein der Gruppe bekanntes Adventslied aus. Singen Sie gemeinsam, zum Beispiel „Das Licht einer Kerze“ oder „Seht die gute Zeit ist nah“.
Eröffnung durch das Kreuzzeichen:
Lieber Gott,
Ich denke an dich. Kreuz auf die Stirn
Ich spreche von dir. Kreuz auf den Mund
Ich hab dich lieb. Kreuz auf dem Herz
Wir hören gemeinsam die Geschichte an.
„Määähhhh.“ Das heißt „Hallo“ in meiner Sprache. Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich heiße Tosca. Und – määäääähhhh – ich bin ein Schaf.
Ich finde, ich sehe sehr süß aus. Ich habe ein weißes Fell. Mein Fell ist flauschig und weich. Besonders gut kann ich hören und riechen. Und am liebsten bin ich draußen an der frischen Luft und fresse Gras.
Ich lebe gemeinsam mit 358 anderen Schafen. Das ist meine Herde. Wir sind gerade unterwegs. Der Mensch, der ganz vorne geht, das ist mein Hirte. Mein Hirte heißt Aaron. Er ist richtig groß und stark. Der hat Kraft, das sieht man ihm schon an. Aber er hat auch Köpfchen und ist ganz schön schlau. Und ein großes Herz hat er auch. Den Aaron finde ich toll.
Ein Hirte, müsst ihr wissen, geht nämlich mit seinen Schafen durch dick und dünn. Auf den können wir Schafe uns immer verlassen. Und er kennt uns alle mit Namen! Stellt euch das mal vor: Auf 358 Schafe aufzupassen, das ist eine Menge Arbeit. Ich könnte das ja nicht! Aber Aaron kann das. Erst gestern hat er mich gestreichelt und mich in seine Arme genommen und gesagt: „Guten Morgen, lieber Tosca!“ Mein Hirte kennt mich.
Heute waren wir alle aufgeregt, denn Lampert war weg. Lampert ist brav und zuverlässig. Er würde nicht trödeln oder weglaufen. Da muss etwas passiert sein. Aaron hat ihn dann gesucht. Es hat lange gedauert, aber Aaron hat nicht aufgegeben, und dann hat er Lampert gefunden. Er hatte sich einen Dorn in den Huf getreten und konnte nicht mehr laufen. Aaron achtet auf seine Schafe. Er passt gut auf uns auf.
Und wir Schafe, wir haben es echt gut bei ihm. Aaron geht immer voraus. Er sucht einen sicheren Weg, damit wir uns nicht verletzen. Er sucht auch einen guten Futterplatz. Immer ist er da – wenn es regnet, stürmt oder die Sonne scheint. Er kümmert mich auch um mich, wenn ich krank bin! Ich sage ja, er hat ein großes Herz.
Ich bin gespannt, wo er uns jetzt hinbringt. Ich habe nämlich Hunger und bin schon ein bisschen müde. Welchen Platz Aaron wohl für uns ausgesucht hat?
Jetzt bleiben wir stehen. Diese Wiese gefällt mir. Schön ist es hier. Ich sehe grünes, saftiges Gras. Das probiere ich gleich noch, bevor ich schlafe. Und da hinten ist ein Stall. Ganz hell ist es dort. Es sieht fast so aus, als wäre da ein großer, leuchtender Stern. Vielleicht will er uns etwas sagen.
Da muss ich morgen mal hinlaufen. Das sieht nach etwas Besonderem aus. Aber für heute bin ich müde. Ich muss mich ein bisschen ausruhen.
Ah, da kommt auch Aaron und schaut noch einmal nach mir. „Gute Nacht Tosca!“, sagt er, „schön dass du zu meiner Herde gehörst.“
Planen Sie nach der Geschichte Zeit für Impulse ein, die den Kindern helfen, die Inhalte ganzheitlich zu begreifen.
Impulse zu Hirte und Schafen:
Gestaltung:
Jedes Kind gestaltet durch einen Fingerabdruck die Erzählfigur aus der Geschichte auf das Laternenpapier. Der Fingerabdruck kann individuell durch Zeichnungen ergänzt werden. Alternativ kann auch eine Laterne für die Gruppe entstehen. Im Laufe der vier Wochen werden alle Kinder miteinbezogen, so dass am Ende die Laterne die Fingerabdrücke aller Kinder zeigt.
Mit den Ohren höre ich
Mit den Fingern trau ich mich
Die Augen sehn den hellen Schein
Strahlt tief in mein Herz hinein.
Hände an das Ohr legen
Finger in der Luft tanzen lassen
Handflächen ausbreiten und im Halbkreis von oben nach unten führen
Beide Hände auf die Brust legen
Kapellenstraße 4
80333 München
Ansprechpartnerin: Stefanie Penker
Preysingstraße 93
81667 München