Wer war die heilige Anna? Warum verehren wir sie und basteln eine Menschenkette in ihrem Namen? Unsere Andacht gibt Antworten.
Die Legende der Heiligen Anna erzählt von der Mutter der Jungfrau Maria und der Großmutter Jesu Christi. Anna und ihr Ehemann Joachim waren lange kinderlos, bis ihnen im hohen Alter die Geburt Marias verheißen wurde. Anna wird als Symbol für Geduld, Glauben und die Bedeutung der Familie verehrt. Ihre Geschichte inspiriert Gläubige weltweit zu Vertrauen in Gottes Plan und zur Fürsorge für kommende Generationen.
Jetzt ist Schatz-Zeit. Machen wir uns bereit. In Gottes Namen fangen wir an. Jeder ist wichtig, weil jeder was kann. Wir hören Geschichten, beten und singen. So wird unsere Schatz-Zeit immer gelingen. Als Erinnerung findet am Ende Platz, im Kästchen unser wertvoller Schatz.
GL: Ich habe heute jemanden für euch mitgebacht. Sie ist jemand ganz Besonderes. Sie ist schon etwas älter. Und: Sie ist Teil einer Familie. Du hast auch eine. Weißt du wen ich meine? (Die Kinder raten.)
GL: Das ist Oma Otti. Sie ist 78 Jahre alt und wohnt schon ganz lange in ihrem Haus mit dem großen Garten. Weil Oma Otti gerne Schmuck trägt und bunte Pullover, dürft ihr sie jetzt ein bisschen verzieren und hübsch machen.
GL: Oma Otti ist auch Mutter. Sie hat eine Tochter namens Ramona.
GL: Ramona ist inzwischen auch schon eine erwachsene Frau, genauso wie Oma Otti. Sie hat lockige, dunkle Haare und hat heute einen sonnengelben Pullover an. Wer will Ramona denn ein bisschen verzieren?
GL: Ramona besucht ihre Mutter, so oft es geht, und meist begleitet sie Oskar. Oskar ist der Sohn von Ramona und das Enkelkind von Oma Otti. Oskar ist seit diesem Jahr ein Vorschulkind und freut sich schon darauf, dass er bald in die Schule kommt.
GL: Als die drei gemeinsam in Oma Ottis Garten sitzen und Limonade schlürfen, sagt Ramona zu ihrem Sohn: „Oskar, fast hätte ich's vergessen! Ich wollte dir noch etwas weitergeben!“ Sie greift nach einer Schmuckschachtel in ihrer Handtasche. „Hier, das ist für dich.“
Oma Otti und Mama Ramona lächeln Oskar an. Er nimmt die Schmuckschachtel vorsichtig in seine kleinen Hände und öffnet sie. Darin aufbewahrt ist eine wunderschöne Kette mit einem kleinen, goldenen Kreuz. Oma Otti sagt: „Das ist meine Taufkette. Erst hat sie mir gehört, dann deiner Mama, und nun soll sie dir gehören.“
GL: Dann sagt Oma noch: „Pass gut auf sie auf. Vielleicht kannst Du die Kette mal an dein Kind weitergeben.“ Oskar legt die Kette wie einen kostbaren Schatz in seine Hand. Er spürt: „Das ist ein ganz besonderes Geschenk!“
Lied: Taler, Taler du musst wandern (statt Taler wird Kreuzlein gesungen)
GL: Heute habe ich noch eine Oma für euch dabei. Viele Menschen kennen sie, und für viele Menschen ist sie jemand ganz Besonderes. Sie hat vor über 2000 Jahren gelebt. Ihr Name war Anna. (Anna ist eine sogenannte Heilige.)
Das ist Anna.
GL: Sie hat fest an Gott geglaubt und auf ihn vertraut.
GL: Ihr starker Glaube war tief in ihrem Herzen.
GL: Anna hat sich mit ihrem Mann schon sehr lange ein Kind gewünscht. Sie hat viel gebetet und Gott immer wieder von ihrem Wunsch erzählt. Schließlich traute sie sich schon gar nicht mehr zu hoffen, dass sie noch Mama werden würde. Doch dann ging ihr Wunsch in Erfüllung. Sie bekam eine Tochter. Sie nannten sie Maria.
Die GL legt den fünften Papiermenschen gegenüber von Ramona ab.
GL: Anna gab den tiefen Glauben an Gott und das Vertrauen in Gott an Maria weiter.
Die GL legt ein Herz auf den Papiermenschen Maria und verbindet beide Herzen mit einem roten Faden.
GL: Die Geschichte von Maria kennt ihr. Auch Maria wurde Mama. Eine ganz besondere Mama. Maria wurde die Mutter von ...(Kinder raten lassen)
GL: Auch Maria gab ihre Liebe zu Gott an den kleinen Jesus weiter. Maria vertraute immer darauf, dass der Glaube an Gott ihr im Leben hilft.
GL: Alle drei waren im Herzen tief miteinander verbunden. Die Liebe zu Gott und das Vertrauen in ihn gaben sie immer weiter.
Beide Familien haben etwas weitergeben. Otti, Ramona und Oskar haben ein kleines Kreuz immer wieder weitergegeben. Anna, Maria und Jesus haben die Liebe zu Gott weitergegeben. In beiden Familien ist etwas Besonderes von Generation zu Generation, von Oma zu Mama zum Kind gewandert.
Auch wir geben Dinge weiter, die uns wichtig sind. Manches kann man sehen und anfassen, so wie das kleine Kreuz von Oskar. Manches ist aber nicht direkt sichtbar, wie zum Beispiel die Liebe und die Verbundenheit mit Gott.
Die GL kann mit den Kindern jetzt ein Gespräch führen, falls diese noch aufmerksam sind:
GL: Was ist in deiner Familie ganz wichtig und wird immer weitergegeben? Denke auch an die „unsichtbaren“ Dinge.
(Es können auch Werte genannt werden, wie Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit,…)
Die Kinder kleben die Herzen und den roten Faden auf einer Menschenkette fest und legen sie in die Schatzkiste. Jedes Kind darf seine Menschenkette mit nach Hause nehmen.
Alle Kinder stellen sich in einen Kreis
Entnommen aus: „Dir sing ich mein Lied – Das Kinder und Familiengesangbuch“; Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hg.); Schwabenverlag; 2011.
Kapellenstraße 4
80333 München
Ansprechpartnerin: Stefanie Penker
Preysingstraße 93
81667 München