Wir alle können „Heilige“ sein. Die Andacht zum Heiligen Michael lädt Kinder ein, sich spielerisch mit Heiligkeit auseinanderzusetzen.
Mit Gelb-Tuch, Kerze und Klangschale starten wir gemeinsam: Wir hören Geschichten, singen, beten. Der Engel Michael erinnert uns daran: Gott ist größer als jede Macht. Zum Abschluss nehmen wir einen selbstgebastelten Engel mit nach Hause – als Zeichen des guten Sieges.“
Jetzt ist Schatz-Zeit. Machen wir uns bereit. In Gottes Namen fangen wir an. Jeder ist wichtig, weil jeder was kann. Wir hören Geschichten, beten und singen So wird unsere Schatz-Zeit immer gelingen. Als Erinnerung findet es am Ende Platz im Kästchen unser wertvoller Schätze.
GL: In unserer Mitte liegt ein gelbes Tuch. Könnt Ihr noch mehr gelbe Dinge nennen?
Der Schein der Kerze, das Licht der Sonne, das Feuer (Beispiele der Kinder aufgreifen) leuchten wie das Gelb des Tuches. Ich lade Euch ein, die Farbe Gelb anzuschauen, dann schließt die Augen und Ihr könnt Euch die Farbe Gelb immer noch vorstellen.
Ich gebe Euch einen Klang zum Schließen der Augen und Ihr stellt Euch die Farbe vor. Und es gibt einen zweiten Klang, dann öffnet Ihr die Augen wieder.
Wenn ich jetzt die Klangschale nochmal ertönen lasse, dann stellt Euch vor, dass die gelbe Farbe alles ausfüllt und ganz, ganz groß wird. Wenn Ihr den Klang nicht mehr hört, macht Ihr die Augen einfach wieder auf.
Manchmal oder eher sehr selten erleben Menschen so viel Licht: Auf einmal ist alles ganz hell und warm und schön und in Ordnung. Das geschieht, wenn man z. B. einem sehr lieben Menschen begegnet. Kennt Ihr das? Kennt Ihr auch andere Momente, wo es ganz schön ist?
In der Bibel heißt es dann: Ein Engel ist mir erschienen. Der Engel bringt eine Botschaft von Gott und manchmal spricht er auch die Worte Gottes. Wenn ein Engel kommt, ist Gott da. Auch bei uns ist es manchmal so, dass Menschen sagen: Heute ist mir ein Engel begegnet. Oder jemand sagt zu Dir: Du bist ein Engel. Weil Menschen dann von diesem tollen Augenblick sprechen wollen.
Und von einem Engel möchte ich Euch heute erzählen:
Wir feiern am 29. September die drei wichtigsten Engel: Michael, Gabriel, Rafael (evtl. die Mädchen und Jungen mit diesem Namen würdigen).
Über Michael heißt es in der Heiligen Schrift:
Im Himmel entbrannte ein Kampf, Michael und die Engel erhoben sich, um mit dem bösen Drachen zu kämpfen. Der Drache kämpfte, aber er konnte sich nicht halten und er verlor seinen Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, er wurde auf die Erde gestürzt. Da hörte man die Engel im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der große Sieg des Guten über das Böse. Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft Gottes und die Vollmacht seines Sohnes Jesus Christus. Darum jubelt, ihr Engel im Himmel und alle, die darin wohnen.
Der Name Michael bedeutet: „Wer ist wie Gott“. Wir Menschen wollen immer wieder so mächtig sein wie Gott. Aber Gott ist immer noch größer. Der Engel Michael erinnert uns daran, dass Gott immer noch größer ist als alles, was Menschen können. Macht ist für Menschen sehr gefährlich und Macht kann sehr böse sein.
Wir können Michael zu Hilfe bitten, wenn wir unter der Macht eines Menschen leiden, aber wir können ihn auch um Hilfe bitten, wenn wir selber in der Gefahr sind, andere zu unterdrücken, zu viel Macht auszuüben. Das passiert auch schon unter kleinen Menschen.
Wenn Ihr die Figur des Erzengels Michael sucht, dann ist er als Engel mit Flügeln dargestellt und er steht auf dem Drachen. Er hat ein Schwert oder einen langen Spieß in der Hand, mit dem er den Drachen besiegt.
(Vielleicht gibt es eine Darstellung in der Kirche oder an einem öffentlichen Ort, den man den Kindern auf einem Foto zeigen könnte.)
Zur Erinnerung an den Sieg des Guten über das Böse nehmen wir heute unsere Engel mit nach Hause. Sie können Euch erinnern, dass Gott der ist, der immer noch größer und mächtiger ist.
Ein Engellied:
Das wünsch ich sehr, dass immer einer bei mir wär, der lacht und spricht, fürchte dich nicht. („Weil du da bist“, Kindergotteslob, Lahn Verlag 2008, Nr. 289)
Alle Kinder stellen sich in einen Kreis
Entnommen aus: „Dir sing ich mein Lied – Das Kinder und Familiengesangbuch“; Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hg.); Schwabenverlag; 2011.
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