Wie wunderbar ist doch unsere Schöpfung. Diese Andacht ist für draußen im Garten gedacht, in der Nähe eines Blumenbeetes.
Im Frühling erwacht die Natur. Aus Kleinem wächst etwas Großes und Schönes. Kinder lieben es, ihre Umwelt mit den eigenen Sinnen zu entdecken. Sie „be-greifen“ – immer dann, wenn sie – wie hier – die Blumenzwiebel in der Hand erforschen und dem nachspüren, was daraus entstehen kann. Sie beobachten und staunen, wie Gott wachsen lässt.
Gott liebt seine Schöpfung und geht sorgsam mit ihr um. Er geht auch sorgsam mit uns um. So schenkt er uns die Möglichkeit, seine Schöpfung genau anzusehen, zu merken, dass seine Fürsorge das Leben auf der Erde trägt.
Gott schenkt uns den Blick auf das Kleine, das Besondere. Das können wir behüten und bewahren. Wir sind davon überzeugt, dass auch Kinder die Verletzlichkeit der Dinge und Menschen bemerken können. Sie spüren, dass alles bei Gott geborgen ist. Darauf dürfen wir vertrauen. Mit dieser Sicherheit dürfen wir wachsen und uns entwickeln.
Für unsere Kinder wünschen wir uns, dass sie mit dieser Zusage neugierig werden und ins Leben hineinwachsen, mit all ihren Fragen, mit all ihrem Ausprobieren. Und dabei dürfen sie sich sicher sein: Alle Möglichkeiten stehen ihnen in der Liebe Gottes offen. Sie dürfen die werden, die sie sind!
Lied „Schau doch mal zum Fenster raus“ von Johannes Seibold, Gemeindereferent
Noten und Text zum Mitspielen und Mitsingen
Lieber Gott, bitte hör' mir zu,
wecke meine Sinne auf im Nu.
Mit den Ohren höre ich genau,
mit den Augen kann ich sehen – schau!
Mit der Nase kann ich riechen,
weil ich Füße hab', muss ich nicht kriechen.
Die Hände sind zum Greifen da,
so komm' ich allen Dingen nah.
So hast Du alles gut erdacht
und unsre Welt so schön gemacht!
Mit allen Sinnen fang' ich an,
denn jetzt ist „Schatzzeit draußen“ dran.
Bewegungs-PDF zum Anfangsritual
Einige Kinder legen gemeinsam einen Holzreifen in ihre Mitte. Sie füllen die Mitte mit einem braunen Tuch.
Die Gruppenleiterin (GL) stellt ein zugedecktes Körbchen auf das braune Tuch.
GL: Ein kleines Körbchen hat hier in unserer Mitte einen Platz gefunden.
Ein Kind nimmt das Körbchen, schüttelt es. Die anderen Kinder raten, was sich darin befinden könnte. Nacheinander dürfen die Kinder vorsichtig unter das Tuch fassen und fühlen, was sich darunter verbergen könnte. Die Kinder erzählen.
GL: Ich möchte euch zeigen, was sich in diesem Korb befindet.
GL deckt den Korb auf und zeigt allen Kindern die Blumenzwiebeln. Jedes Kind darf sich eine Zwiebel nehmen.
GL: Du hältst jetzt eine Blumenzwiebel in deiner Hand.
Alle Kinder befühlen die Zwiebel und erzählen, was sie spüren.
GL: In dieser Blumenzwiebel steckt viel Kraft und Leben. In der Erde entfaltet sich ihre Kraft. Aus der kleinen Zwiebel wird etwas Großes, etwas Wunderbares.
Die Kinder legen ihre Blumenzwiebel an den Rand des braunen Tuchs.
In der nachfolgenden Körperübung spielen die Kinder mit ihren Händen, dann mit dem ganzen Körper, wie eine Zwiebel immer größer wird und wächst. Die Erzieherin macht die Bewegungen und Gesten vor:
sich klein machen, größer werden und aus der Erde kommen, sich nach oben strecken, Hände und Körper öffnen, sich mit dem Gesicht dem Licht zuwenden, den Körper vom Wind bewegen lassen, sich beregnen lassen, eine Blüte sein, blühen.
Den folgenden Text gibt es hier auch zum Anhören.
GL: Wir machen uns ganz klein. Wir werden zu einer Blumenzwiebel.
Eine Hand legen wir über unseren Kopf. Diese Hand ist die Erde, die uns zudeckt. Wir spüren: Es ist ganz warm, ich bin gut aufgehoben in der Erde. Die Erde umschließt mich.
Jetzt beginnen meine Wurzeln zu zucken. Ich habe Durst. Gut, dass es geregnet hat. Die Erde ist feucht, und so bekomme ich Wasser. Jetzt fühle ich schon ein kleines bisschen lebendig. Ich strecke meine Wurzeln noch weiter aus. Ich spüre die Kraft. Das Leben tief in mir drin wird wach. Ich will wachsen. Ich will, dass es hell wird. Nur noch ein bisschen. Ich muss mich anstrengen. Jetzt! Ich habe die Schale durchbrochen, einen grünen Trieb habe ich nun.
Da spüre ich die Sonne – das ist schön warm. Oh, und jetzt regnet es. Ihhh, da bin ich gerade erschrocken. Aber das Wasser ist schön. Wind spüre ich nun auch. Sanft bewege ich mich hin und her. Wieder fühle ich Kraft. Ich wachse weiter. Ein Stängel wird aus meinem Trieb. Und da – da bilden sich auch schon die ersten Blüten – oh wie schön. Ich freue mich. Ich bin gewachsen. Ich blühe. Ich bin eine schöne Blume geworden.
GL: Die Blumenzwiebel vor uns wurde an einem dunklen Ort gelagert. Sie sieht noch ganz trocken und braun aus. In dieser Zeit im Dunklen hat sie Kraft gesammelt für eine neue Blüte. Wenn wir jetzt diese Zwiebel in die Erde pflanzen, wenn wir sie gießen und auf das warme Fensterbrett stellen, kann sie wachsen – so wie wir gerade.
GL: Guter Gott, in dieser Blumenzwiebel ist Leben verborgen. Eine Blume ist in der Zwiebel verborgen. In der Erde entfaltet sich ihre Kraft. Gott, wir danken Dir für die Blumenzwiebel. Du schützt das Leben. Du lässt alles wachsen und gedeihen.
GL: Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Diese Geschichte steht in der Bibel.
GL zeigt den Kindern die Bibel.
GL: In der Bibel stehen die Geschichten von Gott und den Menschen. Jesus, der Sohn Gottes, kommt an einer Wiese vorbei. Dort blühen Blumen. Er schaut sich die Blumen ganz in Ruhe an. Er lächelt. Dann sagt er:
Seht euch die Blumen an. Sie sind so schön. Gott, unser Vater im Himmel, hat sie so schön gemacht.
Dann sagt Jesus zu den Menschen, die ihm zuhören: Ihr seid noch viel mehr wert als diese Blumen! Ihr habt einen Vater im Himmel. Das ist Gott.
Er kennt euch, und er hat euch lieb. Er sorgt für euch. So könnt ihr wachsen und immer größer werden.
nach Matthäus 6, 25 - 33
Gott sorgt für uns Menschen. Wir können wachsen und groß werden. Neugierig sollen wir sein. Ins Leben dürfen wir hineinwachsen. Alles dürfen wir fragen, alles ausprobieren, hinfallen und wieder von vorne anfangen. Gott hilft uns dabei.
Wer hat die Natur gemacht,
das Wasser und den Wald erdacht?
Wer hat den Berg so hoch gebaut,
die Äpfel und das Korn uns anvertraut?
Wer schuf die Tiere groß und klein,
die vielen bunten Blümelein?
Wer schenkte mir mein Leben?
Das warst Du, Gott, mit deinem Segen.
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