Karte zum Thema Erde
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„Schatzzeit im Grünen“: November-Andacht zur Erde

Diese Einheit findet draußen an einem Acker oder einem leeren Beet statt. Alternativ kann man eine größere Schale mit Erde in die Mitte des Stuhlkreises stellen.
 

Die nackte Erde zeigt sich nach der Ernte. Viele Felder werden im Winter mit einer Zwischensaat grün. Und doch begegnen wir dem „leeren“ Erdboden vor allem im Winter, solange er noch nicht vom Schnee bedeckt wird.

Über den Tod mit Kindern zu sprechen, ist nicht einfach, weil wir uns selbst nicht so gern Gedanken machen und wir auf viele Fragen keine (einfachen) Antworten haben. Trotzdem gehört das Lebensende zum Verstehen der Regeln für unser Leben dazu. Kinder können uns dabei lehren, dass wir auch den Tod einfach betrachten und feststellen können: „ein alter Mensch wird bald sterben.“

Und ein verstorbener Mensch wird beerdigt. Wie wir würdig einen geliebten Menschen beerdigen, können Kinder gut bei einer Beerdigung von einem nicht nahestehenden Menschen sehen. Der Tod gehört zur Realität unseres Lebens dazu, und soviel man dazu lernen kann, sollte auch den Kindern zur Verfügung stehen. Ein schönes Bilderbuch ist: „Die schönsten Beerdigungen der Welt“, in dem beschrieben wird, wie Kinder für die verschiedenen verstorbenen Tiere ein schönes Begräbnis feiern.

Benötigtes Material

  • Einen Korb mit Dingen, die wieder Erde werden: welke Blätter, kleine Steckerl, Eierschale, Buchecker, Kastanie, verwelkte Blume, Gräser und vieles mehr.
  • Liederbuch: RPP - Heft 2013/2 RPA Verlag, Landshut, www.rpa-verlag.de
  • Gotteslob (GL)
  • Anleitungs-PDF zum Download

Zur Einstimmung

Lied „Schau doch mal zum Fenster raus“ von Johannes Seibold, Gemeindereferent
Noten und Text zum Mitspielen und Mitsingen

Lied "Schau doch mal zum Fenster raus"

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Anfangsritual

Kind auf dem Feld, dass eine Sonnenblume ausgräbt
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Lieber Gott, bitte hör' mir zu,
wecke meine Sinne auf im Nu.
Mit den Ohren höre ich genau,
mit den Augen kann ich sehen – schau!
Mit der Nase kann ich riechen,
weil ich Füße hab', muss ich nicht kriechen.
Die Hände sind zum Greifen da,
so komm' ich allen Dingen nah.
So hast Du alles gut erdacht
und unsre Welt so schön gemacht!
Mit allen Sinnen fang' ich an,
denn jetzt ist „Schatzzeit draußen“ dran.

Bewegungs-PDF zum Anfangsritual

Einführung in die Geschichte

Die Kinder schauen die Erde an. Die Kinder, die wollen, legen ihre Hand auf die Erde und fühlen sie an.

Könnt ihr uns erzählen, wie sich Erde anfühlt?

Kinder nennen zum Beispiel: feucht, kalt, klebrig, bröselig, batzig…

Könnt ihr einzelne Dinge in der Erde sehen?

Kinder finden: Steine, Gräser, Ameisen, Würmer, Stöckchen, Stengel…

Wenn wir diese Erde unter dem Mikroskop genau betrachten, dann können wir noch viel mehr sehen: da gibt es noch ganz kleine Würmer und Engerlinge und Käfer, und je genauer das Mikroskop ist, können wir immer noch viel kleinere Tierchen und Pflanzen sehen. Und alle Lebewesen sind beteiligt an einem großen Verwandlungsprozess.

Geschichte

Im Herbst können wir das am besten erleben: Die Blätter fallen von den Bäumen und fallen zur Erde.

Die Kinder spielen, wie die Blätter langsam herabsegeln und im Wind tanzen, bis sie schließlich auf der Erde liegen bleiben.

Die Bucheckern und die Kastanien fallen vom Baum zur Erde.

Die Kinder zeigen, wie eine Kastanie zu Boden fällt.

Der Wind reißt auch Zweige und Äste ab, und sie fallen zum Boden.

Die Kinder zeigen, wie Zweige zum Boden sausen.

Blumen verblühen und Gräser verwelken und legen sich auf den Boden.

Die Kinder legen ihre Hände sanft auf die Erde.

Viele Insekten haben Eier gelegt und sterben jetzt im Herbst, wenn es kalt wird. Vielleicht fallen euch noch andere Wandlungen von Tieren ein.

Kinder wissen vielleicht, dass es Tiere gibt, die im Herbst ein neues Fell, ein Winterfell, bekommen.

Und die alten Tierhaare fallen in die Erde. Es gibt Tiere, die machen ihre Winterhöhle sauber und füllen sie mit Moos und trockenem Heu. Es gibt Tiere, die legen im Herbst Nester mit Vorrat für den Winter in der Erde an.

Lied

RPP S. 56: „Blätter, wenn sie gelb geworden“

In diesem Lebensraum Erde wird alles umgebaut. Die unzähligen kleinen Helfer in der Erde bauen das Meiste um, das zur Erde fällt. Die Samen, die in er Erde liegen, werden aufgehen, und im nächsten Frühjahr wird Neues wachsen.

Lied

RPP S.54: „Ein Blatt welkt und fällt“

Natürlich wächst noch viel mehr nächstes Jahr aus der Erde.

Kinder beschreiben, was Neues wächst: Blumen, Gräser, Getreide, Kartoffeln…
 

Lesung (aus Psalm 104)

Gott, Du lässt Gras wachsen für das Vieh
Und Pflanzen für den Ackerbau des Menschen,
die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde
Und Wein, der das Herz des Menschen erfreut.
Wie zahlreich sind deine Werke oh Herr,
sie alle hast Du mit Weisheit gemacht,
die Erde ist voll von Deinen Geschöpfen.
Du sendest Deinen geist aus: Du erneuerst das Angesicht der Erde.
Die Herrlichkeit des Herrn währe ewig
Der Herr freue sich seiner Werke.
Er blickt auf die Erde herab.
Ich will dem Herrn singen in meinem Leben,
meinem Gott singen und spielen solange ich da bin.
Ich will mich freuen am Herrn.
Preise den Herrn meine Seele. Halleluja!

Lied

GL 412: „Die Herrlichkeit des Herrn“
Aufstellung im Kreis mit Handfassung

Es werden die passenden Gesten zum Lied im Gotteslob gezeigt
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fertige Kerzen stehen auf dem Feld
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Im November sind viele Feiern, bei denen wir gemeinsam an die Menschen denken, die gestorben sind. (Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag). Auch Menschen beerdigen wir. (oder sie werden verbrannt und ihre Asche wird zu Erde). Doch wir erinnern uns an die Menschen und wir denken, dass sie in Gottes Hand verwandelt weiterleben.

Eine weiße Kerze wird in die Mitte der Erde und des „zur Erde Gefallenen“ gestellt.

Die Menschen, die an Gott glauben, sagen: Alle toten Menschen leben bei Gott. Und so können wir immer Hoffnung haben, wenn wir an Gott denken: er wird immer da sein.

Schlussritual

Wer hat die Natur gemacht,
das Wasser und den Wald erdacht?
Wer hat den Berg so hoch gebaut,
die Äpfel und das Korn uns anvertraut?
Wer schuf die Tiere groß und klein,
die vielen bunten Blümelein?
Wer schenkte mir mein Leben?
Das warst Du, Gott, mit deinem Segen.

Karte, auf der ein Kind hoch springt
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Reihe „Schatzzeit im Grünen"

Dezember-Andacht „Himmel“

Religionspädagogik im Elementarbereich

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