Der heilige Franziskus hat den Menschen ein wunderschönes Schöpfungslied geschenkt. Im „Laudato si“ (Gelobt seist du) lobt er Gott für die Sonne und die Sterne, die Wolken und das Wasser, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen. Wir gestalten dazu ein großes Schöpfungsbild - in der sechsten Folge geht es um die Pflanzen.
Ein Lied für die Erde, die Schwester, die Mutter,
die uns stets ernährt und erhält.
Ich danke dir, Schöpfer, für Früchte und Blumen
und diene, dir, Herr in der Welt.
Aus: „Ein Lied für die Sonne“ (Rolf Krenzer, Detlev Jöcker), 5. Strophe
Erde, Blumen, Bäume, Wiese – ist es nicht schön, was draußen derzeit alles wächst und grün ist? Die Bäume tragen ihr grünes Blätterkleid und auch schon die ersten Früchte. Die Blumen blühen in allen Farben und was in Garten und Balkon angepflanzt wurde, beginnt zu wachsen und zu reifen.
Jesus war ein guter Beobachter und hatte wohl auch Freude daran, die Vorgänge in der Natur zu beobachten. Viele von seinen erklärenden Geschichten (sie heißen auch Gleichnisse) verwenden Beispiele aus der Natur, auch das Gleichnis von den Lilien:
Jesus und seine Freunde ziehen von einem Dorf ins nächste. Oft wissen sie nicht, wo sie schlafen können und was sie essen werden. Jesus sieht auch in den Dörfern Menschen, die sich abmühen und schwer arbeiten, damit sie Essen, Kleidung und Geld haben. Manche wollen immer mehr und mehr.
Jesus erzählt seinen Freunden: „Macht euch keine Sorgen! Sorgt euch nicht um Geld, Essen und Kleidung. Schaut euch die Lilien auf dem Feld an und lernt von ihnen. Sie leuchten rot und gelb und rosa. Sie sind so wunderschön. Sie weben sich keinen Stoff, sie nähen sich ihr Kleid nicht selbst. Gott kleidet sie so schön ein. Nicht einmal der reiche König Salomo hatte so schöne Gewänder wie die Lilien. Die Blumen wachsen an jedem Feldrand, heute blühen sie, morgen sind sie schon verwelkt. Wenn Gott aber schon die einfachen Blumen so reich beschenkt und sie so schön macht, wie viel mehr beschenkt er dann euch. Macht euch keine Sorgen um eure Kleidung und das Geld und das Essen. Vertraut Gott. Was er schenkt reicht für alle. Macht euch keine Sorgen und bemüht euch um Gottes Reich.“
Deutung
Da hat Jesus leicht reden. Jeder Mensch kümmert sich doch um Essen und Geld und Kleidung. Aber Jesus erinnert uns und seine Freunde: Essen, Geld und Kleidung sind nicht alles. Es gibt andere wichtige Dinge im Leben: vielleicht Gott, vielleicht die Gesundheit, oder die Freunde und die Familie? Oder was ist Dir denn ganz besonders wichtig? Bei allem Bemühen um Essen, Geld und Kleidung sollen wir das nicht vergessen.
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