Der heilige Franziskus hat den Menschen ein wunderschönes Schöpfungslied geschenkt. Im „Laudato si“ (Gelobt seist du) lobt er Gott für die Sonne und die Sterne, die Wolken und das Wasser, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen. In der ersten Strophe geht es um die Sonne. Wir gestalten ein großes Schöpfungsbild.
Ein Lied für die Sonne,
die strahlende Schwester.
Sie bringt uns das Licht und den Tag.
Drum will ich dich loben,
mein Herr und mein Höchster,
so gut ich es selber vermag.
Aus: „Ein Lied für die Sonne“ (Rolf Krenzer, Detlev Jöcker), 1. Strophe
Jesus ist noch ein Baby. Maria und Josef freuen sich über ihr kleines Kind. Sie wollen Gott danke sagen, dass Jesus da ist, dass er gesund ist. Maria und Josef tragen den kleinen Jesus in den Tempel von Jerusalem. Der Tempel ist ein großes Gotteshaus, noch viel großer als unsere Kirche. Viele Menschen sind im Tempel um zu beten. An den Türen herrscht immer großes Gedränge, so viele Menschen wollen in den Tempel kommen. Die Gänge im Tempel sind voll mit Leuten und den Tischen der Händler.
Trotzdem wird ein alter Mann aufmerksam auf Maria und Josef. Zwischen all den vielen Menschen sieht der Mann die beiden und das Baby. Der alte Mann heißt Simeon. Er kommt jeden Tag in den Tempel und sieht sich um. Er sucht jemanden. Gott hat ihm versprochen: „Du wirst denjenigen sehen dürfen, den ich als Retter zu den Menschen schicken werde.“ Simeon entdeckt den kleinen Jesus und weiß: Das ist der Retter Gottes! Simeon geht zu Maria und Josef. Er spricht sie an und erzählt, was Gott ihm versprochen hat. Er sagt zu Maria und Josef: „Jetzt ist alles gut: Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du, Gott, allen Menschen bereitet hast, ein Licht, das alle erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Alle Menschen, die an Gott glauben, können sich freuen!“ Da staunen Maria und Josef und Maria merkt sich die Worte des alten Mannes gut.
Deutung
Simeon bekennt: Der kleine Jesus ist ein Licht für alle Menschen – so wie Sonne. Ohne die Sonne gäbe es kein Licht und kein Leben auf der Erde. Ohne Licht kann nichts wachsen, wir können ohne Licht nichts sehen, keine Formen, keine Farben.
Da sagt Simeon etwas sehr Großes über Jesus: Du bist für mich wie die Sonne, nur mit dir kann das Leben gut und bunt werden.
Vielleicht hat auch zu dir schon einmal jemand gesagt: Du bist mein Sonnenschein?
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