Wer war der heilige Florian? Warum verehren ihn die Feuerwehrleute als ihren Schutzpatron? Unsere Andacht gibt Antworten.
Die Andacht zum Heiligen Florian ehrt den Märtyrer und Schutzpatron der Feuerwehr und der Gefährdeten. Florian, ein römischer Offizier, trat mutig für seinen christlichen Glauben ein und wurde dafür den Märtyrertod erlitten. Auf dieser Seite finden Sie eine Liturgie, die seinen Glauben, seine Tapferkeit und seine Fürsprache für die Schutzbedürftigen in den Mittelpunkt stellt.
Jetzt ist Schatz-Zeit. Machen wir uns bereit. In Gottes Namen fangen wir an. Jeder ist wichtig, weil jeder was kann. Wir hören Geschichten, beten und singen. So wird unsere Schatz-Zeit immer gelingen. Als Erinnerung findet am Ende Platz, im Kästchen unser wertvoller Schatz.
GL: Heute haben wir uns hier im Kreis versammelt.
GL: Ich möchte euch wieder eine Geschichte von einem Heiligen erzählen. Heute ist es die Geschichte von einem Mann. Er heißt Florian.
GL: Was fällt Dir bei der Figur auf? Was möchtest Du uns erzählen?
GL: Der Heilige Florian wurde um das Jahr 250 nach Christus in der Nähe von Wien in Österreich geboren. Florian diente dem Kaiser als Soldat. Ein römischer Soldat trug einen Helm aus Eisen oder aus Bronze, einen Brustpanzer, Sandalen oder Stiefel aus Leder. Bewaffnet war er entweder mit einem Schwert, einem kleinen Dolch oder einem Wurfspeer. Im Winter hatte er einen wärmenden Mantel an. Deshalb sieht diese Figur vom Heiligen Florian auch so aus.
Auf vielen Bildern hält Florian ein Kreuz in der Hand. Seine Eltern haben Florian nämlich taufen lassen und ihn als Christ erzogen.
GL: Ein ganz wichtiges Zeichen, mit dem Florian oft gemalt oder dargestellt wird, ist ein Eimer mit Wasser, der über ein Haus gegossen wird. Warum das so ist, erzählt eine Legende aus dem Leben vom Heiligen Florian.
GL: Florian lebt mit seinen Eltern in einem kleinen Dorf in Österreich. Das Haus, in dem er wohnt, steht hoch oben auf einem Hügel. Wenn Florian im Garten spielt, kann er ganz weit sehen. Florian mag die Bäume, die Wiesen und den kleinen Fluss, den er vom Garten aus sehen kann. Er fühlt sich wohl, dort wo er wohnt.
Eines Tages spielt Florian vor dem Haus. Aber da bleibt er stehen! Irgendetwas riecht hier komisch. Florian schnuppert noch einmal. Es riecht nach Rauch. Florian sieht sich um - und sieht das Haus unten am Fluss. Das ganze Haus brennt, und aus den Fenstern des Hauses sieht er schon die Flammen lodern. Florian ist ganz aufgeregt. Er hat den Brand als erster entdeckt. Florian läuft los, aus dem Garten, den Hügel hinunter zum Haus am Fluss. Immer schneller läuft er. Er weiß, dass jede Sekunde zählt. Jetzt ist er da. Im Haus ist keiner. Heute ist Dienstag. Vielleicht ist die Frau mit ihren Kindern auf den Markt gegangen, der Mann dient dem Kaiser als Beamter. Das Haus ist leer. Florian rennt wieder los. Er will zum Brunnen. Es ist nicht weit dorthin. Am Brunnen angekommen, holt er mit schnellen Bewegungen den Eimer aus dem Brunner herauf. Er läuft mit dem Eimer zum brennenden Haus. Er schüttet das Wasser durch eines der Fenster. Schnell dreht er sich um und will wieder loslaufen. Florian weiß, dass ein einziger Eimer voll mit Wasser das Haus nicht löschen wird. Er braucht mehr Wasser, vor allem: er braucht Hilfe.
Ein letztes Mal schaut er nochmal zum Haus. Da bleibt Florian verblüfft stehen. Das Haus brennt nicht mehr. Nur noch Rauch ist zu sehen. Da blickt Florian zum Himmel: Er dankt Gott für seine Hilfe und lächelt.
GL: Florian ist der Patron der Feuerwehrleute. Die Feuerwehr hilft Menschen und Tieren, die in Not geraten sind.
GL: So wie der Heilige Florian setzt sich auch die Feuerwehr für andere ein. Wenn wir in Not sind, können wir uns an die Feuerwehr wenden. Wir rufen die Nummer 112.
Alle Kinder stellen sich in einen Kreis
Entnommen aus: „Dir sing ich mein Lied – Das Kinder und Familiengesangbuch“; Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hg.); Schwabenverlag; 2011.
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